Inhalte des Betrieblichen Informationsdienst (Mitgliederzeitung des BUS Betreuungsverbund für Unternehmer und Selbstständige e.V.) Ausgabe 70. Schwerpunktthema ist diesmal das Thema Familienbetriebe.
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Ausgabe 70

Inhaltsangabe



 

Editotial

 

Familie, Unternehmen, Erfolg und der Rest

Titelstory

 

Familienbetrieb


Themen im Forum


Kleiner ist Anders
Unternehmer sein
Doch nicht so klein
Erfolgreich sein - Familienwerte und wirtschaftliches Handeln
Mein Betrieb - Meine Altersversorgung
Gemeinsam leben, gemeinsam arbeiten
Familie und Unternehmen
Meister im Unternehmersein
Controlling in Familienbetrieben
Arbeitslosengeld wegen Heirat gestrichen
Ohne Moos nix los!
Perlen fischen

Themen im "Brisant" Teil


Altersteilzeit - und tschüss...?
Ihr Profil am Markt
Geschmackvoll werben
20 Jahre Partnerschaft
Suchmaschinen
Sammler und Jäger
Fördermittel für Messebeteiligung
Drum prüfe wer auf ewig gründet
Routinecheck
Gesunde Mitarbeiter
... für gekündigte Mitarbeiter bei Insolvenzverkauf nicht
Gemeine Kosten
Zuschüsse zur Kinderbetreuung
Die Stifte nicht zu sehr spitzen! - das Jugeendarbeitsschutzgesetz
Mitarbeiter des Monats

Mein Betrieb - Meine Altersversorgung



Maximal jeder fünfte Betrieb in Deutschland schafft es in die dritte Generation. Ein wichtiger Grund für dieses Scheitern ist sicherlich, dass viel zu spät - wenn überhaupt - mit der Planung der Betriebsübergabe begonnen wird. Unsere Befürchtung ist, dass die unzureichende oder unsichere Altersversorgung ein Hauptgrund für die fehlende Auseinandersetzung mit der Nachfolgeregelung ist. Besonders kritisch wird es, wenn der Unternehmer damit hinter dem Berg gehalten hat und der Junior nach der Übernahme feststellt, dass der materielle Rückhalt bzw. die Vermögenswerte gar nicht in dem Maße erwarteten Maße vorhanden sind. Er steht dann wunderbar zwischen den Stühlen von zwei Generationen: Seine Kinder einerseits, für die er Verantwortung hat und für das Seniorenehepaar andererseits, das sich eine Versorgung erwartet. Auch die Generation dazwischen will und muss irgendwo überleben.

 

Nun haben die meisten Senioren über die Zeit die eine oder andere Lebensversicherung (Rentenpapiere) abgeschlossen. Erfreulicherweise existiert ein privates Wohnhaus mit ordentlicher Ausstattung. Vielleicht sogar noch darüber hinaus gehende Vermögenswerte. Aber das Unternehmen hat auch Bankschulden, die mit diesen Vermögenswerten abgesichert wurden. Sie sind für die Senioren erst verfügbar, wenn alle Schulden zurückgezahlt oder von jemandem anders übernommen sind. Nun könnte man argumentieren, dass der Junior die Kredite mit der Firma übernehmen kann. Richtig, nur wie sichert er sie ab? Er hat ja (noch) kein Vermögen. Dass die Banken und Sparkassen bei diesem Deal nicht mitmachen und die Sicherheiten freigeben, liegt auf der Hand.

 

Es macht also durchaus Sinn, eine Übertragung des Betriebes auch unter Familienmitgliedern erst mal so zu behandeln, als handele es sich um Fremde Dritte. Wenn der Senior nicht alle Karten auf den Tisch legt - weil er vielleicht gar nicht über aktuelle Zahlen verfügt, wird der unternehmerisch talentierte Nachfolger Wert legen auf eine klare Bestandsaufnahme, um die Erwartungen und die Möglichkeiten gegeneinander abzugleichen. Folgende Schritte sind im Minimum notwendig:

· Bestandsaufnahme machen
· Bedürfnisse klären
· Unternehmensbewertung eintakten

 

Das sind klare Aufgaben, die im Rahmen der Altersversorgung zu klären sind. Denn Soll und Ist können hier sehr weit auseinander liegen. Die Bedürfnisse sind manchmal über, manchmal unter dem Ist-Zustand. Und die Bewertung des Unternehmenswertes gibt Anlass zu schlauen Bemerkungen im engeren und weiteren Bekanntenkreis. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Berater über die Sache.


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