Berater gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den passenden Berater für Ihr Unternehmen finden.
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Wie finde ich einen passenden Berater?

In acht Schritten zum passenden Berater


Erfolgreiche Familienunternehmer wissen, dass Sie nicht alles wissen können und holen sich Informationen, Erfahrung und Rat von außen.

Als Unternehmer in einem kleinen oder mittelständischen Betrieb sind Sie immensen Anforderungen ausgesetzt. Mit einem Unternehmensberater an Ihrer Seite haben Sie einen kompetenten Ratgeber. Wenn Sie den passenden Berater für sich gefunden haben.

Schon bei der Auswahl des Beraters ist guter Rat teuer. Denn eine Fehlentscheidung kann fatal sein.

Der BUS Betreuungsverbund für Unternehmer und Selbständige e.V. sieht es auch als seine Aufgabe, Sie bei der Auswahl des richtigen Beraters zu unterstützen. Dabei gibt es eine Reihe von Kriterien, die Ihnen helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Wir haben Sie in den "8-K's" für Sie zusammengefasst.


1. KONZEPT


Das Beratungskonzept ist der Entwurf für den heutigen und künftigen Erfolg Ihres Unternehmens. Es sollte den tatsächlichen Bedarf in Ihrem Betrieb abdecken. Das Konzept ist immer nur so gut wie die Analyse auf der es aufbaut. Eine ganzheitliche Betrachtung des Betriebs ist deshalb Basis einer guten Beratung.

Eine ganzheitliche Betrachtung erfordert Mut. Mut deshalb, weil es sein kann, dass die Analyse zeigt, dass die eigentlichen Probleme an ganz anderen Stellen liegen als im Erstgespräch angenommen. Das kann dann bedeuten, dass der Berater selbst keine ausreichende Kompetenz hat, um den Beratungsprozess fortzuführen. Kann er den Fall an einen Kollegen weitergeben, ist das in aller Regel kein Problem. Auch hier wird der Vorteil eines Beraternetzwerkes wieder deutlich.


2. KONTRAKT


Die rechtlichen Bedingungen für den Erfolg der Zusammenarbeit müssen nicht zwangsläufig in einen Roman ausarten. Bei der Vertragsgestaltung sollten Sie darauf achten, dass sich der Inhalt des Gesprochenen, also das was Sie von der Beratung erwarten und wünschen, im Vertrag wiederfindet. Die Vertragsparteien, die Beratungsaufgabe, das vereinbarte Honorar und die Zahlungsbedingungen sollten wesentliche Vertragsbestandteile sein. Weniger ist oftmals mehr! Dieser Grundsatz ist unserer Meinung nach auch bei Verträgen anwendbar. Übermäßig viele Vertragsregelungen führen oftmals zu Verwirrungen.

 

Beratung basiert auf Vertrauen und das kann nicht in Verträgen festgehalten werden.


3. KONTAKT


Der erste Kontakt sollte möglichst in Form eines persönlichen Gespräches ablaufen. Denn Beratung lebt vom Vertrauen, das Sie dem Berater entgegen bringen. Ob das vorhanden ist, lässt sich nur Auge in Auge feststellen.


Nutzen Sie dieses Gespräch und klären Sie all Ihre Fragen. Das Gespräch selbst sollte für Sie kostenlos sein.


4. KOSTEN


Die unangenehmsten Überraschungen erlebt man bei den Beraterkosten. Das passiert vor allem dann, wenn zu Beratungsbeginn keine klare Vorgabe gemacht wurde und der Berater nach belieben Tagessätze abrechnen kann. Wir empfehlen Ihnen, zu Beratungsbeginn einen Pauschalpreis zu vereinbaren. Dabei sollte bereits in einem persönlichen Gespräch eine Grobanalyse Ihres Betriebes vorliegen, damit ein Beratungsfahrplan erstellt werden kann. Der sollte zu einem pauschalen Preis angeboten werden. Achtung: die Reisekosten sollten am besten auch pauschalisiert werden. Denn gerade hier stecken echte "Preisbomben".


Bei Festhonoraren liegt das Kalkulationsrisiko beim Berater. Und dort ist es auch gut aufgehoben.


5. KOMMUNIKATION


Was der Berater sagt und wie er es sagt, sind zwei wichtige Momente für den Beratungserfolg. Haben Sie das Gefühl, dass Sie sich mit diesem Menschen gut unterhalten können und dass Sie eine gemeinsame Sprache sprechen? Stimmt die Chemie und sind Sie der Meinung, dass der Berater selbstbewusst genug ist, Ihnen auch unangenehme Dinge zu sagen. Das ist wichtig, denn auf Ja-Sager können Sie verzichten.


6. KONTINUITÄT


Wie lange arbeitet er bzw. seine Organisation schon am Markt? Das kann ein wichtiges Indiz für die Seriosität des Beraters sein. Mit zunehmender Dauer der Beratertätigkeit steigt die Wahrscheinlichkeit, dass ein guter Berater vor Ihnen sitzt.

Wie lange will er mit Ihnen zusammenarbeiten? Noch bedeutsamer ist allerdings, ob und über welchen Zeitraum der Berater mit Ihnen zusammen arbeiten will. Verlässt er Ihren Betrieb auf Nimmerwiedersehen, wenn der Beratungsbericht abgegeben wurde? Oder geht er in die Verantwortung für die Beratungsempfehlungen und hilft Ihnen bei der Umsetzung der Maßnahmen? Bedenken Sie: Nur eine umgesetzte Beratung ist eine gute Beratung. Als besonders günstig hat sich erwiesen, wenn ein Beratungsteam eingesetzt wird. Der Spezialist entwirft den Plan, das Konzept. Und der Generalist begleitet die Umsetzung der Maßnahmen.


7. KOMPETENZ


Die Beratungskompetenz steht am Anfang jeder sinnvollen Zusammenarbeit.

  • Kann der Berater Ihren Betrieb ganzheitlich betrachten oder ist er fachlich nur einseitig ausgerichtet?
  • Kennt der Berater Betriebe Ihrer Größenordnung?
  • Kann er Ihnen Referenzprojekte nennen?
  • Kann er auf ein zentrales Informationssystem und auf Kollegen zurückgreifen, die mit ihm Lösungen suchen?
  • Hat er Branchenerfahrung?
  • Kennt er sich mit der Beratungsförderung des Bundes aus?


8. KOOPERATION


Für den Berater ist es ebenso schwierig wie für den Unternehmer, als Einzelkämpfer immer am Puls der Zeit zu sein. Auch Berater brauchen starke Partner, um mit der Dynamik Schritt halten zu können. Ein Beraternetzwerk ist daher empfehlenswert. Meist arbeiten hier Beraterteams zusammen, die ihre unterschiedlichen Kompetenzen zum Nutzen des Kunden zusammen werfen können. Die Integration des Beraters in einem Netzwerk zeigt übrigens auch, dass der Berater selbst kooperationsfähig ist und den Austausch mit anderen Kollegen sucht. Für die Zusammenarbeit mit Ihnen bringt die Kooperationsfähigkeit des Beraters echten Nutzen.
Kooperation bezieht sich aber auch auf die direkte Zusammenarbeit mit Ihnen und in Ihrem Unternehmen. Steht dahinter eine echte Philosophie? Oder geht es nur um eine schnelle Analyse ohne weitere Perspektive? Je längerfristig der Berater das Projekt sieht, umso mehr geht er in die Verantwortung für die Beratungsinhalte. Zu Ihrem Vorteil.


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